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STÜCK
INHALT
In einem Ort in der Mancha, ohne Namen. Ein Speer im Gestell, eine Tartsche, ein Gaul, ein Hund und ein Junker. Alonso Quesada. Ihn streifte das Alter und das macht eine Krise. Ein Choleriker mit zuviel an gelber Galle, ein Melancholiker, zuviel an schwarzer Galle. Und immer lesen, lesen, lesen und kein Schlaf. Ritterbücher. So was trocknet das Hirn, und der Verstand geht flöten. Stattdessen Phantasie. Ein Ritter wollte er sein mit Ross und Waffen. .Abenteuer suchen. Gefahren bestehen. Ewiger Name, Ruhm. Auf dem Dach liegen eine alte Rüstung und ein kaputter Helm. Im Stall ein Pferd, ein Klepper. Rosinante. Und für wen geht’s in die Welt? Für die Liebe. Zu wessen Ehre? Die der Angebeteten. Ohne sie ist ein Ritter ein Körper ohne Seele. Dulcinea von Toboso. Eine Magd aus der Nachbarschaft. Sie salzt die Schweine ein und das sehr gut.
Los geht die Fahrt. Die Tage sind heiß und nichts passiert. Nichts. Am Abend eine Herberge, davor zwei Huren. Nein, schau genau. In Wirklichkeit ist´s eine Burg mit zwei Edelfräulein. Quixote will sich zum Ritter schlagen lassen. Der Wirt wird es machen. Zuvor die Waffenwache. Zwei Maultiertreiber sind im Weg. Zack bum, schon waren sie beinah´ erschlagen. Dem Wirt ist das genug. Stopp, halt ein. Ich schlage dich zum Ritter und lies dir was aus meiner Bibel - das war das Schuldenbuch von seinen Kunden. Getan.
Don Quixote soll mein Name sein.
Nun müssen die Abenteuer kommen. Da sind sie schon.
Der Viehjunge wird von seinem Herrn geschlagen. Quixote hilft, und alles wird noch schlimmer. Kaufleute wollen nicht auf Dulcineas Schönheit schwören. Da setzt es Dresche. Für den Ritter.
Also nimmt er sich einen Knappen. Sancho Pansa. Der hat einen Esel und Lust auf eine Insel. Die wird ihm versprochen. Er ist klüger als sein Herr. Sagt man zumindest.
Die Windmühlen. Abgehakt.
Ein Abenteuer mit einer verzauberten Prinzessin. Der Ritter verliert dabei sein Ohr, schlägt selber einen nieder und gewinnt den Kampf. Sancho enttäuscht: wo bleibt meine Insel? Dazwischen immer ein bisschen Philosophie. Am nächsten Tag was wirklich Tolles: Zwei Heere stehen einander gegenüber. Quixote geht dazwischen. Ein Blutbad. Sancho hat es immer schon gesehen - es waren nur Schafe und keine Krieger. Macht nichts.
Weiter. Der verschollene Wunderhelm das Mambrin.
Das Gold blinkt in der Sonne. In Wirklichkeit die Schüssel von einem Barbier. Verdreschen. Schüssel erobern.
Genug geprügelt. Zeit für ein bisschen Liebe. Dulcinea. Ich dreh durch für dich. Schreib dir einen Brief. Sancho bringt ihn dir. Doch der vergisst. Den Brief. Und findet auch nicht Dulcinea. Kehrt zurück und lügt. Quixote glaubt ihm alles.
Noch ein paar Abenteuer sind zu bestehen. Dulcinea. Er trifft sie wirklich. Doch sie ist kein Edelfräulein, sondern eine Schweinemagd. Wirklich. Nein! Sie ist nur verzaubert und stinkt nach Knoblauch. Einen Löwen besiegen, aber der zeigt ihm nur den Arsch. Und dazwischen ein bisschen Philosophie. Über die Kunst des Schreibens und der Rhetorik. Dann bekommt Sancho auch noch seine Insel. Das geht nicht wirklich gut.
Fahren wir wieder nach Haus. Dort wird Don Quixote sehr krank. Schläft ein, erwacht, erkennt seinen Irrsinn.
Und schläft wieder ein, der Ritter von der traurigen Gestalt. Für immer.
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